Dingelingeling! Das war die Glocke, die das Weihnachtsgeschäft einläutet. Denn auch, wenn sich Lebkuchen und Spekulatius bereits seit August in den Supermärkten breitmachen, beginnt das große Feiertagsshopping erst so richtig am Black Friday.
Ja, auch in unseren Landen. Denn laut den Zahlen des Handelsverband Deutschland ist der Black Friday hier inzwischen 94 Prozent der befragten Menschen ein Begriff. Seinen kleinen Bruder, den Cyber Monday, kennen immerhin 84 Prozent.
5,8 Milliarden Euro haben Shoppende an den beiden Aktionstagen 2023 insgesamt ausgegeben – vor allem im Onlinehandel. Deshalb erklären wir dir in diesem Beitrag, wie du deinen Shop optimal auf den Ansturm vorbereitest, respektive, wie du überhaupt dafür sorgst, dass dir die Leute die Tür einrennen. Auf geht’s!
Alle Vorbereitungen abgeschlossen? Dann können die Aktionstage kommen. Auf ein paar Dinge solltest du während des Events allerdings unbedingt achten:
Für sechs Prozent der Leser:innen: Die Basics BFCM
Solltest du tatsächlich zu jener kleinen Minderheit gehören, die noch nie von Black Friday und Cyber Monday gehört hat, kurz ein paar erklärende Worte: Black Friday nennen die Amerikaner:innen den Tag nach Thanksgiving – und da US-Erntedank immer am vierten Donnerstag im November stattfindet, ist der Folgetag konsequenterweise ein Freitag. Zahlreiche Menschen im Land der unbegrenzten Möglichkeiten nutzen den Brückentag natürlich für ein langes Wochenende und die freie Zeit, um ihre Weihnachtseinkäufe zu erledigen. So etablierte sich allmählich die Rabattschlacht am Black Friday, schwappte über das Internet auch nach Europa und wird mancherorts zu einer kompletten Black Week aufgestockt. Denn: Direkt am Montag nach dem Black Friday-Wochenende folgt der Cyber Monday. Ins Leben gerufen wurde der Tag ursprünglich als Antwort des Onlinehandels auf den stationären Handel: Wenn die mit Preisnachlässen um sich schmeißen können, können wir das auch! Da Onlinehändler:innen inzwischen aber den Black Friday ebenfalls für sich beanspruchen, hat es sich eingebürgert, am Cyber Monday vor allem Cyber-Artikel zu rabattieren – also alles, was in irgendeiner Form mit Elektronik zu tun hat. Pflicht ist das allerdings nicht. Ergo: Black Friday + Cyber Monday = Black Week. Und Millionen Onlineshopper:innen fiebern dieser Zeit mit gezücktem Geldbeutel entgegen. Manch ein Store macht zu diesen Aktionstagen so viel Umsatz wie im gesamten restlichen Jahr zusammen. Deshalb solltest auch du deinen Shop unbedingt kundenansturmsicher machen. Am besten so:Black Friday und Cyber Monday 2024 mit den Shopify Nerds
Die Wochen vor den Aktionstagen sind eine hektische Zeit. Nur allzu schnell vergisst du eine Kleinigkeit, die dich Umsatz kosten kann. Aber keine Panik, unsere Checkliste führt dich sicher durch die heiße Phase:#1 Werbung machen
Auch, wenn inzwischen fast jede:r in Deutschland den Black Friday kennt – deine Teilnahme solltest du auffällig und marketingwirksam kommunizieren. Zum Beispiel folgendermaßen:1. Deinen Shopify Store als Werbefläche nutzen
In jedem Fall solltest du schon weit vor dem Black Friday Werbebanner in deinem eigenen Shop platzieren – am besten inklusive eines Countdowns. So steigerst du die Vorfreude auf das Event und animierst Besucher:innen, sich den Termin im Kalender einzutragen. Dabei heißt „weit vor dem Black Friday“ wirklich weit davor. Denn schaltest du deine Banner erst wenige Tage vor Thanksgiving online, werden viele potenzielle Käufer:innen einfach abdrehen und lieber auf ein mögliches Schnäppchen warten. Ist es bis zur Rabattaktion allerdings noch eine längere Zeit hin, erledigen deine Besucher:innen ihren geplanten Einkauf heute und schauen zum Black Friday dann noch einmal vorbei. Vier Wochen Vorlaufzeit dürfen es also ruhig sein.2. Den Newsletter nicht vergessen
Dein Newsletter ist dein mächtigstes Marketingwerkzeug zum Black Friday oder Cyber Monday. Denn bei den Abonnent:innen handelt es sich wahrscheinlich um Stammkundschaft und die kauft bekanntlich ohnehin schon vertrauensvoll und zu großen Summen bei dir ein. Um mit deinem Mailing den maximalen Effekt zu erzielen, achte auf:-
Ein perfektes Timing: Auch im Newsletter solltest du das Event ankündigen. Allerdings keine vier Wochen vor den Aktionstagen, denn dann riecht die Botschaft wie nerviger Spam. Bewährt hat sich eine Woche Vorlaufzeit mit einem Reminder am Donnerstag vor dem Black Friday.
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Passende Inhalte: Zu den Aktionstagen gilt es gleich doppelt: Der Inhalt deines Newsletters sollte zur Empfangsperson passen. Also bitte nicht die günstigen Herrenslips bei einer Dame bewerben und auch nicht das Plastikspielzeug dem Vater offerieren, der sonst nur pädagogisch wertvolle Holzbausteine bei dir kauft. Je mehr du über deine Kundschaft weißt und je gezielter du sie in deinen E-Mails ansprichst, desto erfolgreicher ist deine Kampagne.
- Relevante Folgemails: Mithilfe intelligenter (Mailing-)Tools ist eine exakte Nachverfolgung des Surf- und Kaufverhaltens möglich. In welchen Produktkategorien haben Interessent:innen gestöbert, aber nichts gekauft? Denn diese Information kannst du für dich nutzen: Klickt sich jemand am Black Friday durch dein Sortiment mit Pantoffeln, schickst du ihm (oder ihr) am Cyber Monday eine Mail, in der steht: „Winter is coming! Sage kalten Füßen den Kampf an! Heute deine letzte Chance auf unseren Jahrespantoffelbestpreis!“, oder so ähnlich.
3. Social Media mitnehmen
Wahrscheinlich bist du auch auf Social Media aktiv und postest regelmäßig Fotos auf Instagram oder Kurzvideos auf TikTok. Diese Kanäle eignen sich hervorragend, um die Vorfreude auf den Black Friday ordentlich anzuheizen. Natürlich nicht, indem du einfach bieder auf die Rabatte hinweist, sondern indem du eine Geschichte erzählst – denn Storytelling lieben die Menschen. So könntest du etwa Fotos davon posten, wie die unzähligen Kartons angeliefert werden, die du für das Event bestellt hast. Oder du drehst ein Video von deinem Lagerraum, in dem die Regale unter den Waren ächzen. Zeige deinen Follower:innen, dass du selbst schon ein wenig aufgeregt bist und stecke sie mit deiner guten Stimmung an.#2 Discounts einrichten
Das große Rabattgewusel ist natürlich nur möglich, wenn du mit den Preisen auch heruntergehst. Dabei empfehlen wir dir Folgendes:1. Nutze eine Shopify App
Im Shopify App Store findest du praktische Tools, die dir beim Diskontieren unter die Arme greifen. Mit ihrer Hilfe kannst du etwa die exakten Zeitpunkte bestimmen, an denen die Preise runter- und später wieder raufgehen sollen oder ganze Produktgruppen und Kategorien auf einmal anpassen.2. A-Ware nicht zu stark diskontieren
Für deine Kassenschlager, mit denen du bis zu 80 Prozent deiner Umsätze erzielst, genügt bereits ein kleiner Rabatt, um Besucher:innen zu einem Kauf zu motivieren. Gleichzeitig solltest du diese Angebote besonders stark promoten, indem du sie etwa direkt auf der Landingpage platzierst.3. C-Ware verramschen
Der Black Friday ist außerdem eine prima Gelegenheit, Ladenhüter endlich abzustoßen und so wertvollen Lagerplatz freizuräumen. Dabei helfen dir extreme Preisnachlässe, notfalls sogar an der Grenze zur Nullmarge. Denn auf Dauer ist totes Kapital in Form von Waren bekanntlich kostspielig.4. Die Macht der Psychologie nutzen
Vergiss außerdem nicht, deine Rabatte prominent auf den PDPs anzuzeigen. Dabei gilt: Den Streichpreis immer zuerst, danach kommt der rabattierte Preis, denn so nutzt du den sogenannten Ankereffekt: Der alte Preis wird zur Referenz und der neue, niedrigere Preis wirkt mit einem Mal noch attraktiver.#3 Die Lager füllen
Als erfahrene:r Händler:in müssen wir dich wahrscheinlich nicht explizit darauf hinweisen. Aber bevor wir Vorwürfe bekommen, erwähnen wir es lieber: Decke dich mit ausreichend Ware ein! Gerade, wenn du ein besonders beliebtes Produkt stark rabbatierst, fliegt es förmlich aus deinen Regalen. Damit du am Ende also nicht in enttäuschte Gesichter blickst (oder sich dein Service mit verärgerten Kund:innen rumschlagen muss), bevorrate dich ausreichend. Droht eine Ware tatsächlich auszugehen, dann installierst du am besten einen Zähler: „Achtung. Nur noch 19 Stück auf Lager!” Das ist nicht nur fair und transparent gegenüber deiner Kundschaft, gleichzeitig nutzt du auch den Fear-of-missing-out-Effekt (FOMO), um die Verkäufe noch einmal anzukurbeln.#4 Schwachstellen im Shop rechtzeitig beseitigen
Sollten sich in deinem Backlog noch Baustellen rund um deinen Store befinden, dann ist JETZT der richtige Zeitpunkt, sie endlich anzugehen. Am besten von hinten nach vorn durch den Sales Funnel, denn die meisten Warenkorbabbrüche geschehen am Checkout. Wenn es im Kassenbereich knarzt, sind deine Kund:innen schneller weg, als du ihnen frohes Thanksgiving wünschen kannst. Achte daher unbedingt auf:- Einfache Formulare: Frage immer nur die nötigsten Informationen ab.
- Transparenter Preis: Schlage die Versandgebühr nicht erst zum Schluss auf. Kund:innen mögen keine bösen Überraschungen. Zeige den Endpreis bereits im Warenkorb an.
- Zahlreiche Zahlungsmethoden: Bankeinzug, der Kauf auf Rechnung und PayPal sind die beliebtesten Bezahlarten im deutschen Web. Sicher fährst du dabei mit Shopify Payments.
- Offen kommunizierte Geschäftsbedingungen: Garantiezeiten und Umtauschfristen müssen schnell einsehbar und verständlich geschrieben sein. Zeige dich außerdem möglichst kulant.
- Verschiedene Carrier: Viele Kund:innen haben mit einzelnen Zustelldiensten bereits schlechte Erfahrungen gemacht. Biete ihnen eine Alternative.
#5 Den Stresstest machen
Die Besucherzahlen in deinem Store können sich über die Black Week vervielfachen. Daher solltest du im Vorfeld unbedingt sichergehen, dass deine Server diesem Ansturm auch standhalten. Zumindest dann, wenn dein Store nicht auf Shopify liegt. Denn das kanadische Shopsystem schaltet bei starker Belastung automatisch zusätzliche Rechenpower für dich frei. Deine Besucher:innen bemerken maximal ein leichtes Ruckeln, dann fluppt die Seite wieder. Wer auf einem anderen System unterwegs ist oder den Server womöglich sogar im Keller stehen hat, sollte sich dagegen rechtzeitig mit der IT in Verbindung setzen.Don’t panic: Während Black Friday und Cyber Monday 2024
