Ein Spiegelbild der Marke mit optimiertem UI/UX
Wie individuell könnte oder sollte ein Enterprise Onlineshop sein? Zuerst zum „sollte“: 100 % Kontrolle über das Design eines Onlineshops ist verlockend. Ist es betriebswirtschaftlich jedoch immer sinnvoll? Es kommt, wie so oft, auf die individuellen Ziele an. Shanelle Mullin, Autorin von „The Science of Familiarity: How to Increase Conversions by Being Completely Unoriginal” stellt fest: „Amazon ist der Prototyp standardisierter Produktdarstellung und fährt sehr gut damit. Es erreicht unter ihren Prime-Usern eine Konversionsrate von 74 %. Das ist 1.133 % höher als in anderen Online-Kaufhäusern.” Mullin führt aus: „Diese Zahlen sind beeindruckend, aber warum? Amazons Texte und Design sind nicht 1.133 % als die von allen anderen. Amazon konvertiert so viel besser, weil es bekannt ist… fast schon wie eine Gewohnheit.” Diese Ausführung bringt eine wichtige Erkenntnis des Webdesigns auf den Punkt: die Macht der Gewohnheit - eine Nutzungserfahrung, die sich natürlich anfühlt - spricht gegen die Notwendigkeit, das Rad neu erfinden zu müssen. Es geht darum, die goldene Mitte zu finden. Einzigartig genug, um positiv aufzufallen und gewöhnlich genug, dass sich Besucher ohne große Anstrengung zurechtfinden. So viel zum „sollte“. Was das „könnte“ angeht, ist die Antwort für Shopify Plus Händler sehr einfach. Das Design des Onlineshops und Checkouts ist 100 % anpassbar, ohne Ausnahme. Es ist also problemlos möglich, ein 100 % individuelles Design „von der grünen Wiese“ umzusetzen. Aufgrund der Erkenntnis zur Macht der Gewohnheit gehen die meisten Händler jedoch einen anderen Weg. Sie basieren ihre Designs auf etablierten Vorlagen und passen diese nach ihren Vorstellungen an. Folgende Beispiele illustrieren, wie sehr erfolgreiche Onlinehändler etablierte Elemente nutzen, um wunderschöne Kundenerfahrungen zu etablieren. Ledbury Der Onlineshop von Ledbury basiert auf dem Shopify Theme Debut. Durch intelligente Anpassungen ist der Auftritt jedoch nicht generisch, sondern bewahrt die simple Handhabung des Grundthemes.
Leesa
Der Matratzenhersteller Leesa - unter Forbes’ Top 20 Start-ups to Watch - nutzt seinen Onlineshop für die Darstellung von Social Proof, lehrreichen Hintergründen und Call-to-Actions.
SKKN BY KIM
Die Kosmetikmarke von Kim Kardashian setzt auf ein sehr individuelles Design. Dieser sehr reduzierte Onlineshop ist optimiert für Flash Sales. Somit setzt er die Produkte und natürlich den Newsletter Signup in den Mittelpunkt.
Nice Laundry
Das Beispiel von Ice Laundry zeigt, wie mehrere funktionale Elemente auf einer einzigen URL umgesetzt werden können. Durch die intelligente Nutzung von Javascript und Ajax können Kunden die Produkte filtern, ihrer individuellen Box hinzufügen, Größen anpassen, den Livechat starten und vieles mehr - ohne dass die Seite neu laden müsste.